Was versteht man unter Urologie?
Im Kern ist die Urologie die Disziplin, die sich mit der Gesundheit des Urogenitalsystems befasst. Während viele Menschen Urologen primär mit Männergesundheit in Verbindung bringen, ist es wichtig zu verstehen, dass Urologen auch Frauen und Kinder behandeln, da die Harnwege bei beiden Geschlechtern identisch sind. Die Urologie deckt die Prävention, Diagnose und Therapie von Erkrankungen ab, die von Infektionen über Steinleiden bis hin zu Krebserkrankungen reichen. Ihr Ziel ist es, die Funktion dieser lebenswichtigen Organe zu erhalten und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern
Die Urologie ist ein dynamisches Fachgebiet, das sich ständig weiterentwickelt. Sie integriert modernste Diagnosetechniken wie bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT, MRT) und endoskopische Untersuchungen mit fortschrittlichen therapeutischen Ansätzen, einschließlich minimalinvasiver Chirurgie und medikamentöser Therapien. Die ganzheitliche Betrachtung des Patienten und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen wie der Nephrologie (Nierenheilkunde), Gynäkologie und Onkologie sind dabei von großer Bedeutung.
Was umfasst das Fachgebiet?
- Uroonkologie
- Andrologie
- Rekonstruktive Urologie
- Urologie der Frau
- Prävention
Welche Behandlungen kommen oft vor?
- Endoskopische Eingriffe
- Laparoskopische und robotisch-assistierte Chirurgie
- Offene Operationen
- Stoßwellentherapie (ESWL)
- Beckenbodentraining
Welche Symptome können im Zusammenhang mit einer Prostatavergrößerung verzeichnet werden?
- Erhöhte Häufigkeit des Wasserlassens tagsüber und/oder nachts
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Sie müssen pressen, um zu beginnen
- Der Harnstrahl wird abgeschwächt, wodurch sich die Dauer des Wasserlassens verlängert
- Es besteht das Gefühl, kurz nach dem Wasserlassen erneut urinieren zu müssen
- Am Ende des Wasserlassens kommt es zum Tröpfeln und es ist schwierig, den Urin zurückzuhalten
- Der Harnfluss wird unterbrochen und kann nur schwer wieder in Gang gesetzt werden
Wann sollten Sie professionelle Hilfe suchen?
Beim regelmäßigen Auftreten einer oder mehrerer der oben genannten Beschwerden ist eine urologische Untersuchung erforderlich!
FAQ
Frequently Ask Questions.
Hier ein paar wichtige Fakten.
Was ist eine gutartige Prostatavergrößerung?
Vor allem jene Zellen der Prostata, die sich im Zentrum um die Harnröhre herum befinden, vermehren sich. Dadurch wird die Vorsteherdrüse immer weiter nach außen verdrängt. Die Prostata wird also immer größer und engt allmählich die Harnröhre ein. Man könnte auch sagen, sie „schnürt“ ihr schrittweise die Luft ab. Meist geschieht dies etwa ab dem fünften Lebensjahrzehnt.
Gutartige Prostatavergrößerung - Häufigkeit und Alter
Bei Männern unter 40 Jahren ist die Prostatavergrößerung sehr selten. Fast alle Männer bekommen also mit zunehmenden Lebensjahren mit ihrer Prostata zu tun. Allerdings hängen die Anzahl und Stärke der Symptome nicht zwangsläufig von der Größe der Prostata ab.
Gutartige Prostatavergrößerung - welche Symptome?
Es gibt verschiedene Anzeichen, durch die sich eine vergrößerte Prostata bemerkbar macht. Manche Männer spüren jedoch die Prostatavergrößerung nicht, weil sie keine oder nur unspezifische Beschwerden verursacht. Andere entwickeln nur leichte Beschwerden, die sie im Alltag kaum beeinträchtigen und mit denen sie gut zurecht kommen. Bei einigen Männern sind die Symptome dagegen stärker ausgeprägt – ihr Alltag und Berufsleben können leiden.
Prostatavergrößerung oder Prostatakrebs?
Der Name besagt es schon: Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Erkrankung. Das Wort „benigne“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „gut“ (der Begriff „maligne“ steht für bösartig). Eine vergrößerte Prostata hat also nichts mit Prostatakrebs zu tun und erhöht auch nicht das Risiko für ein Prostatakarzinom.
Welche Stadien gibt es bei einer Prostatahyperplasie?
Je nach Schwere der Symptome teilen Ärztinnen und Ärzte die Prostatavergrößerung in drei Stadien ein – diese Beschwerden können im jeweiligen Stadium auftreten.
Prostatavergrößerung: Ursachen und Risikofaktoren
Die Ursachen der Prostatavergrößerung sind noch nicht genau bekannt. Ärztinnen und Ärzte vermuten, dass diese langsame Vergrößerung der Prostata ein Teil des normalen Alterungsprozesses ist. Deshalb ist das Alter auch der wichtigste Risikofaktor für diese Prostataerkrankung, aber nicht nur! Folgende Faktoren scheinen ebenfalls beteiligt zu sein, wenn sich die Prostata vergrößert.
FAQ gelesen. Aber der Wissensdurst bleibt?
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